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Die Nacht auf heute war die erste, in der keiner von uns beiden gefroren hat, wir hatten nämlich angenehme 10 Grad.
Da wir auf dem Campingplatz waren, konnten wir auch schön warm duschen. Duschen ist auf den Campingplätzen hier im Preis inbegriffen und ohne Zeitbegrenzung möglich. Es war angenehm, mal wieder unter fließendem Wasser zu stehen.
Die Route für den heutigen Tag ist eine komplizierte geschichte, denn wir versuchen jetzt auf Campingplätzen zu schlafen und von denen muss erstmal einer auf der Strecke liegen. Heute haben wir die Optionen in 70 km oder in 110 km. Da 70 km etwas wenig sind und wir ja gestern schon über 100 geschafft hatten, dachten wir uns, machen wir 110 km.
Auf dem Fahrrad haben wir dann schnell gemerkt, heute läuft nicht so wie gestern. Wir sind erst um 12:30 Uhr losgefahren und vorallem, wir haben Gegenwind.
Unser täglicher Stop bringt uns zum Supermarkt, ja richtig zum Supermarkt. Obwohl es Sonntag ist, Pfingstsonntag, fahren wir zum Supermarkt. In Schweden steht an fast allen Supermärkten das Schild „Alla Dagar“ so viel haben wir auch verstanden, das heißt jeden Tag geöffnet.
Im, bzw. vorm Supermarkt sind uns dann 3 Jungs auf ihren E-Scootern begegnet, wir tippen so auf ca. 13 Jahre alt. Die uns dann auf schwedisch angesprochen hatten. Nach einem überforderten „English?“ von uns, wurden wir auf Englisch ausgefragt, was wir denn machen, wo wir denn hin wollen, wie lange wir unterwegs seien und von wo wir kommen. Wir beide waren überrascht, erstens das deren Englisch so gut war und zweitens, dass die Jungs so an unserer Reise interessiert waren. Das zeigt wohl auch wieder, dass die Schweden einfach eine andere Mentalität haben.
Wir hatten das Glück, uns mit diesem Einkauf und der Unterhaltung auch den paar Regentropfen entzogen zu haben, die heute vom Himmel kamen. Wir wurden also nicht nochmal nass.
Auf der weiteren Fahrt ist nicht viel passiert, wir hatten einiges an Hügeln, so dass wir auf ca. 600 Höhenmeter heute gekommen sind. Außerdem sind wir durch eine Region gefahren, die exakt wie das Allgäu aussah. Überall Felder mit Kühen und zerstreut ein paar Höfe.
Leider haben wir heute wegen des Zeitdrucks wenig Halt gemacht und so leider aber auch keine Bilder.
Apropos Zeitdruck, die 110 km haben wir erst gar nicht versucht, wir wären erst sehr spät angekommen. Abends wird es kalt und auch Moritz Knieschmerzen haben uns dazu bewogen, den früheren Campingplatz zu nehmen.
Hier steht nun unser Zelt und wir liegen im Schlafsack, und rechnen mit einer eisigen Nacht. Der Wetterdienst sagt 4 Grad.