Die Heimreise (Teil 1, das Verpacken)

Die Heimreise (Teil 1, das Verpacken)

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Etwas verspätet folgt jetzt der Beitrag zu unserer Heimreise. Mittlerweile sind wir zu Hause und das Gepäck wieder verräumt. Der Weg war aber wieder etwas anders als geplant.


Die Heimreise lief über drei Tage ab.

Zuerst haben wir ein letztes Mal das Zelt abgebaut, unsere Taschen gepackt und den Campingplatz auf dem Fahrrad verlassen.


Unser erster Weg führte uns zum Fahrradladen, vor ein paar Tagen hatte Moritz sich dort erkundigt, ob wir einen Karton bekommen könnten.

Im Fahrradladen angekommen, war der Karton überhaupt kein Problem. Es wird scheinbar so oft nach Kartons gefragt, dass die leeren Verpackungen der neuen Fahrräder gar nicht in den Müll, sondern in Reih und Glied neben die Theke wandern.



Auf dem Bild ist schon zu erahnen, dass der eine Karton kleiner ist als der andere. Wir dachten uns dabei nicht viel, es wird sich später aber noch als Problem herausstellen.



Vor dem Geschäft, wo unsere Fahrräder standen, stellte sich dann die Frage. Wie bekommen wir die Kartons jetzt zum Flughafen? Den eigentlichen Plan, sich mit Klebeband eine Art Rucksack zu bauen, haben wir wegen des Windes verworfen. Stattdessen haben wir notgedrungen entschieden, die Fahrräder zu schieben und die Kartons mit der anderen Hand zu tragen. Diese „Fortbewegungsmethode“ war so mittelmäßig angenehm.


Der zweite Stop auf unserer Planung war dann der Baumarkt, denn nur die Kartons reichen nicht um die Fahrräder sicher zu verpacken. Der Baumarkt war zum Glück nicht weit entfernt. Auf der Einkaufsliste stand eine Menge Verpackungsmaterial und Klebeband, so dass wir die Fahrräder verpacken können.



Das gekaufte Material haben wir dann teils am Fahrrad, teils in den Kartons verstaut. Der nächste Punkt auf unserer Planung war essen zu gehen.

Das gewählte Restaurant war eine Pizzakette. Dort blieben wir, wie so oft auf dieser Fahrt, bis Ladenschluss.



Nach dem Essen haben wir uns auf den beschwerlichen Weg zum Flughafen gemacht. Denn wir hatten eine Stunde Fußweg und mussten ja die Fahrräder schieben, während wir den Karton tragen mussten. Zu alledem ging es auch noch einen Berg herunter. Das bepackte Fahrrad mit einer Hand zu halten, war stellenweise eine Herausforderung.

Zu allem Übel wurden wir bei der Aktion und auch die ganze Nacht lang von einem Schwarm aus Schnaken begleitet. Man kann es sich gar nicht vorstellen, aber wir wurden durch Haare und Klamotten gestochen und auch das Mückenspray hat nur bedingt geholfen.


Nichtsdestoweniger haben wir es zum Flughafen geschafft, wo wir uns prompt an das Verpacken der Fahrräder gemacht haben. Eine Stunde haben wir für den Weg gebraucht, es war mittlerweile halb eins nachts.

Verpackt haben wir auf dem großen Parkplatz, dort hatten wir mehr als genügend Platz, die Fahrräder auszubreiten. Unsere Taschen hatten wir vorher schon umgeräumt, sie mussten nur noch zusammengeschnürt werden.



Um die Fahrräder verpacken zu können, mussten erst einmal Vorderräder, Pedale, Gangschaltung, Sattel und Lenker demontiert werden. Denn mit all diesen Teilen würde das Fahrrad nicht in den Karton passen.



Die Teile wurden also demontiert und die außenliegenden Teile haben wir teils mit Luftpolsterfolie, teils mit Schaumstoff zusätzlich geschützt. Einen Teil unseres Gepäcks haben wir auch zu den Fahrrädern in den Karton gepackt, sodass die Hohlräume gefüllt waren,



Schon ziemlich früh stellte sich heraus: Unsere Vermutung hatte gestimmt, der eine Karton war viel zu klein. Weder mein Fahrrad, noch das von Moritz passten in ihn hinein. Es musste also eine Lösung her, aber erstmal weiter verpacken.



Nach vielen Stunden des Verpackens haben wir uns dann eine Pause gegönnt, im Taxistand vor dem Eingang des Flughafens. Denn der Taxistand war beheizt.

Außerdem wollten wir warten mit dem Verkleben der Kartons und vorher im Flughafen nach einer Wage fragen. Um 5 Uhr öffnete der Flughafen seine Türen. Wir haben also notdürftig die Kartons zusammengeflickt, das ganze auf Gepäcktrolleys geladen und in den Flughafen gefahren.



Das Ergebnis nach dem Wiegen: Es wird knapp. Wir haben nochmal Gepäck aus den Fahrrädern entfernt und waren dann knapp im Gewicht.

Es ging also weiter mit dem Verpacken, Moritz musste nur noch den Karton verkleben, ich musste erstmal noch vergrößern. Dieses Vergrößern des Kartons ging zum Glück mittels einer Rolle Wellpappe besser als gedacht und auch die Bastellösung nahm Form an.



Die Fahrräder waren fertig. Jetzt hatten wir noch unsere anderen Taschen. Diese Taschen haben wir zu einer großen Kugel zusammengeschnürt. Mit Wellpappe und Frischhaltefolie wurde sie noch umwickelt und fertig war unser Paket.



Unser Gepäck war also verpackt, es ging zum Wiegen.

Tatsächlich waren alle drei Gepäckstücke innerhalb des Gewichtsmaximums von 23 kg. Moritz‘ Fahrrad war eine Punktlandung, mit 22,9 kg, die restlichen Gepäckstücke hatten ein paar Gramm mehr Puffer.


Wir haben also die Fahrräder abgegeben, unseren Ball auch und sind in Richtung der Sicherheitskontrolle marschiert.

Auch die Sicherheitskontrolle war ohne größere Schwierigkeiten schnell überwunden. Wir saßen am Gate und warteten auf den Flieger, denn der Flug hatte Verspätung.


Teil 2 folgt morgen (30. Juni)


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