Tag 7

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Nach einer gestrigen kalten Nacht ist heute eigentlich nicht viel passiert, wir sind halt gefahren und gefahren und gefahren.

Ganze 80 km, unser Tagesziel haben wir zurückgelegt. An der Distanz versuchen wir uns jetzt jeden Tag.

Die Fahrradwege sind auch heute nicht zurückgekehrt, wir waren den ganzen Tag auf der Bundesstraße. Bundesstraße ist hier allerdings anders als in Deutschland, denn die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei 80 km/h, welche viele Schweden nach unserem Empfinden noch deutlich unterschreiten. Außerdem hatte die Bundesstraße einen Seitenstreifen, so breit, dass es in Deutschland eine eigene Spur gewesen wäre. Hier wurde dieser Streifen auch als Spur benutzt, allerdings nur von besonderen Autos, die hinten anstelle des Nummernschildes eine Art Warndreieck haben. Wir sind uns nicht sicher, aber vermuten, dass es sich wie in Deutschland um so eine Art zulassungsfreie Autos mit anderem Führerschein handelt.

Die Bundesstraße führte uns vor allem durch den Wald und immer gerade aus. Das beste war, als wir um die Kurve kamen und das Navi meinte, wir sollen erst wieder in 40 km abbiegen.


Abseits des Fahrens waren wir im Supermarkt und bei einer Art schwedischem McDonald’s-Abklatsch. Allgemein haben wir die Worte „Pizza, Kebab, Salad“ heute öfter am Wegesrand gelesen.

Den größten Unterschied machen aber zwei Dinge, erstens die Menschen, denn die Schweden sind sehr herzlich, viele Leute grüßen uns, zwei haben schon genauer nach der Tour gefragt. Aber auch allgemein, wir sind echt überrascht, wie nett die Leute miteinander umgehen. „Ganz andere Mentalität“ – Moritz

Der zweite große Unterschied ist die Besiedelung, denn es gibt weniger Häuser als in Deutschland, deutlich weniger. Aber wenn man sich umschaut, sieht man meist eines oder mehrere. Denn die Dörfer sind sehr klein, die Städte auch und viele Leute scheinen in Aussiedlung zu leben.

Wie schon gesagt ist auf den Straßen wenig Betrieb, was wohl auch an der dünnen Besiedlung liegt. Aktuell geht es noch, im Norden soll es nochmal deutlich dünner besiedelt sein.


Wir schlafen heute jedenfalls, wie jede Nacht im Zelt. Heute neber einer Windschutzhütte, in der leider ein Wespennest war. Trotzdem steht das Zelt schön gelegen, neben einem Fluss. Nur die Schnaken sind auch heute sehr nervig, obwohl wir kräftig mit Insektenschutz gesprüht haben.


Das war es soweit von uns, bis morgen.


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