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Die Busfahrt wurde dann übrigens noch lustiger, als die Familie hinter uns noch ihr Baby geholt hat, das scheinbar mit der Großmutter unten im Bus gesessen war. Geschlafen haben wir so zu sagen, Stop and Go. Mal geschlafen, mal nicht.

Als wir aus dem Bus ausgestiegen waren, hat uns erst einmal der Schlag getroffen. Wir hatten uns schon gedacht, dass die Räder auf der Rückseite des Buses etwas schmutzig werden, aber so Schmutzig?

Unsere Fahrräder waren und sind kaum wieder zu erkennen, alles nur Grau.


Aus dem Bus raus standen wir in Stockholm, irgendwie krass, 2000 km hatte unsere Route noch.

Nach einer Ewigkeit im Bus haben wir eine öffentliche Toilette aufsuchen wollen. Das Ergebniss war die mit Abstand schlimmste Toilette bisher, es gab weder Toilettenpapier, noch Seife. Die Tür hat sich während des Geschäftes von selbst geöffnet und auch der Handtrockner hat nicht funktioniert.

Als logische Konsequenz sind wir wieder zum McDonald’s. Hierzu passend übrigens ein Wort von unserem kumpel und „Sponsor“ Chris, der beim letzten McDonald’s Besuch schon meinte, wir müssen unbedingt mal die pflanzlichen Nuggets probieren, er zahlt: „die veggie nuggets die sind fire“


Danach ging es dann so richtig aufs Fahrrad. Nur leider wurden die Radwege immer schlechter, je weiter es von der Stadt weg ging, bis wir letzten Endes auf der Straße fahren mussten.

Im Vorhinein hatten wir uns als Ziel eine kostenlose Hütte Gesteckt, solche Gebäude gibt es in Skandinavien öfter. Nur leider hat sich herausgestellt, unsere angepeilte steht mitten im Wald. Erreichbar nur über einen Wanderweg und wir haben es probiert, aber mussten dann irgendwann umdrehen, denn unsere Fahrräder sind dafür nicht gedacht.

Eine weitere große Unannehmlichkeit stellen die Mücken dar, die sich in einem ganzen Schwarm um einen herum versammeln, sobald man in Waldnähe auch nur 5 Sekunden stehen bleibt.


Hier muss ich nun den Blog Eintrag aus Müdigkeit abbrechen, der Rest folgt morgen.


Kommentare

3 Kommentare

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Oma und Opa

Was ihr da erlebt, ist nach einer knappen Woche schon Abenteuer pur! Wir sind sicher, dass euch noch viel Spannendes und Schönes begegnet. LG aus Fellbach.

Kai

Noch ein Tip: Solltet ihr igendwann vor nem geschlossenen Schlagbaum stehen und es ist ganz deutlich „Skjutfält“ oder „Övningsområde“ und ein Betretungsverbot ausgeschildert (bei Älvkarleby gibt es eines) dann ist das UNBEDINGT zu beachten, denn es handelt sich um einen Truppenübungsplatz auf dem nicht nur scharf geschossen werden kann (es gibt ein Übungs/Testgebiet im Westen Schwedens wo Bofors mit Artillerie auf 35km Entfernung scharf schießt). Es zieht auch ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen nach sich, auch für Ausländer. Euer Fernradweg wird solche gesperrten Gebiete aber wohl umgehen.

Kai

Wegen der Hütten in campwild.org: normalerweise steht da unten drunter wenn die anfahbar sind! Für uns Motorradfahrer ist das wichtig, weil alle Forststrassen in Schweden zunächst mal legal fahrbar sind, sofern der Grundbeditzer nicht Verkehr mit Motorfahrzeugen per Schild verbietet. Mit dem Rad darf man eigentlich immer! Dagegen ist das Fahren im Gelände (und dazu zählen auch schmale Pfade, Wanderwege) mit Motorfahrzeugen generell verboten. Steht also bei nem Hüttchen nicht dabei „Anfahrbar“ dann ist das für mich uninteressant wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin und es mehr als 500m vom nächsten fahrbaren Weg entfernt ist, weil ich keinen grossen Rucksack dabei habe. Die Fahrradfahrer habens da einfacher, zur Not kann man ja auch mal 500m schieben, wenn die Hütte z B gsnz toll an nem See liegt.

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