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Heute ging es spät los, das lag an der Isomatte, ich hab bis um 3 Uhr nachts noch geflickt.
Wenn ich aber mal so spät wach war, wollte ich verdeutlichen, wie die „Nacht“ hier aussieht. Folgende Bilder sind um 2:30 Uhr entstanden.


Es ist also nachts so hell wie am Tag. Selbst durch die Schlafmaske ist es noch hell.
Das Gute war aber: Die Iso hat letzte Nacht kaum Luft verloren. Hoffentlich bleibt das so.
Also ging es dann los aufs Fahrrad zur Mittagszeit. Direkt nach der Ausfahrt aus dem Campingplatz stand auch schon so ein bestimmtes Schild, das hier alle paar Kilometer steht.

Wir haben also unser Ziel vor Augen.
Die heutige Etappe geht in die Berge, wir haben viele Höhenmeter vor uns.
Heute hat sich auch die komplette Landschaft nochmal gewandelt, der Wald ist weg. Aber seht selbst.
























Heute war sehr anstrengend, wir haben fast 800 Höhenmeter zurückgelegt auf nur 50 km Distanz.
Dabei hatten wir über 40 km/h Wind mit Böen um die 70 km/h. Der Wind hat öfter gedreht und kam aus jeder Richtung. Mit Rückenwind lief es gut, mit Gegen- und Seitenwind eher nicht.
Auch die Kombination aus Seitenwind und vorbeifahrenden LKW hat so gar keinen Spaß gemacht.
Das Wetter war heute allgemein nicht so auf unserer Seite, wir hatten nur zwischen 6 und 10 Grad. Beim Fahren haben wir aber beide die passenden Klamotten dabei, da machen uns die Temperaturen nichts aus.
Kurz vor unserem Ziel kamen dann mal wieder ein paar Regentropfen vom Himmel. Wir haben also schnell die Unterkunft gesucht.
Da wir mitten im Nichts sind, gibt es auch keine Adressen und keine Campingplätze. Wir haben uns über Airbnb gleich ein ganzes Haus gemietet, günstiger als man denken würde. Einziges Manko: Es gibt kein fließendes Wasser.

Das Haus haben wir gefunden, die Fahrräder abgeladen und den Schlüssel aus dem Schließfach geholt und unser Zeug ins Innere getragen.
Kein fließendes Wasser heißt aber auch, keine Toilette. Zumindest keine herkömmliche, es gibt eine sogenannte „Cinderella-Toilette“.

Diese ist innen aus Metall, dort legt man eine Art großen Kaffeefilter hinein, der ist allerdings im Gegensatz zum Kaffeefilter komplett dicht.



Eingelegt sieht das dann so aus:

Jetzt kann man seine Notdurft verrichten. Danach Deckel zu und einen Knopf drücken.
Man hört einige komische Geräusche, die Toilette blinkt danach und ist leer.
Der Filter wird samt Inhalt nach unten befördert und komplett verbrannt. Zurück bleibt nur sterile Asche, die von Zeit zu Zeit geleert werden muss.
Einen Wasserhahn gibt es natürlich auch nicht, sprich neben dem Waschbecken steht ein Krug. Den Abfluss gibt es dann immerhin.
Es ist schon komisch und sehr ungewohnt so ohne fließendes Wasser.
Für alle mit Karte daheim: Jeute sind wir wieder schwer zu finden, denn wie gesagt, wir sind mitten im Nichts.
Gefahren sind wir von Alta aus entlang der „E6“, wir sind nun etwa auf halber Strecke zwischen Alta und Russenes.
Morgen geht es dann nach Russenes.