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Ich hatte eine furchtbare Nacht, denn meine Isomatte verliert Luft und nicht gerade wenig. Maximal zwei Stunden dauert es, dann liegt man förmlich auf dem Boden. Dementsprechend gut hab ich geschlafen.
Wir sind also heute beide noch vor 8 Uhr aus dem Zelt raus. Ich bin zum See gelaufen, Moritz ins Bad.
Mit der Isomatte am See war ich dann genauso schlau wie vorher, ich hab kein Loch erkennen können, auch nicht unter Wasser.
Moritz war mittlerweile fertig und wir haben uns ans Frühstück gemacht. Gestern hatten wir Aufbackbrötchen mitgenommen, denn in Norwegen sind die Geschäfte Sonntags wieder geschlossen.
Ich hab mich dann bei der unbeschreiblich netten Betreiberin des Platzes erkundigt, ob es denn zwischen hier und Alta noch einen Platz gäbe. Sie meinte, es gibt eine Hüttenvermietung und ob sie dort für mich anrufen soll.
Unser Zimmer haben wir also gleich gebucht bekommen.
Sie meinte auch noch zu mir, ob wir denn gut geschlafen hätten, was ich mit der Isomatten-Geschichte verneinte.
Die Frau meinte dann, ob ich mich nicht in eine der Hütten legen wollte, es würde nichts kosten und ich solle doch ein Nickerchen machen.
Das war ein super nettes Angebot, nur leider mussten wir weiter, denn die heutige Tagesetappe war lang.
Es ging also aufs Fahrrad, nach der Nacht war ich verwundert, dass ich überhaupt vom Fleck kam, aber es ging.
Unser Plan: Wir fahren jetzt am Anfang, wo es bergab geht etwas schneller und machen dann bergauf langsam.




















Irgendwann Richtung Ende der Route wurde dann der Himmel immer dunkler. Laut Wetterdienst sollte es bald anfangen zu regnen.
Unser logischer Schluss war, dass wir uns beeilen.






Und tatsächlich, gerade als wir in Unterkunft eingebogen sind, kamen die ersten Tropfen vom Himmel. Aber dabei blieb es dann auch. Es hat nicht geregnet.
Wir haben uns also unser Zimmer zeigen lassen, die Fahrräder entladen, unsere Instantnudeln gemacht uns jetzt geht es gleich ans Schlafen.
Ich hab noch vergebens versucht, meine Isomatte mit Klebeband zu reparieren, aber ein Loch hatte ich ja nicht gefunden, dementsprechend schwierig Reperatur. Sie verliert immer noch Luft.
Wir haben uns heute den ganzen Tag beeilt. Die Route ging von Kautokeino bis ca. 20 km hinter Masi. Wir fuhren entlang der „93“. Morgen geht es dann nach Alta.
Unsere 83 km haben wir in sage und schreibe 3 Stunden und 45 Minuten hinter uns gebracht. Das ist über eine Stunde schneller, als das Navi meinte.
Wir haben eine Geschwindigkeit von 21 km/h im Schnitt gehabt, zum Vergleich, normal fahren wir ca 17 km/h und die anderen Radler, die wir getroffen haben meinten, sie fahren so um die 14 km/h.
Heute ist es gut gerollt.