Tag 16

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Heute stand unsere große Zugfahrt an, bzw. wäre angestanden. Aber durch eine Reihe unglücklicher Zustände, von den nicht funktionierenden Duschen bis hin zu den gesprächigen Schweden am Nachbartisch, haben wir die Bahn verpasst.

Somit war immerhin der Umstieg kein Problem.


Glücklicherweise konnte uns das Zugunternehmen am Telefon auf den nächsten Tag umbuchen.

Der Zug fährt jetzt morgen um Acht … wir stehen um sechs Uhr auf.


Nachdem wir also schon all unser Gepäck auf dem Fahrrad hatten, haben wir uns gedacht, wenn wir schon einmal in der Stadt sind, dann können wir auch hier bleiben.

Wir waren dann in einer Art McDonald’s-Abklatsch gehockt. Haben beide etwas zu Trinken bestellt, ein paar Pommes gegessen und die restliche Route geplant. Es ist jetzt alles im Navi, wir müssen es „nur noch“ fahren.


Angekommen auf dem Campingplatz hat ein anderer, aber genauso netter Typ an der Rezeption gemeint, wir sollen doch einfach wieder aufbauen und morgen dann die Karten abgeben. Es kostet nichts.


Jetzt haben wir also was gegessen und gehen in unser heute minimal aufgebautes Zelt, dass wir morgen früh rauskommen.


Ein Highlight hatten wir heute noch, beim Essen.

Denn heute Morgen haben wir unsere restliche Butter nach dem Brötchen Schmieren ein paar Leuten geschenkt, die hier in der Küche standen.

Eben diese Leute waren heute Abend, als wir gegessen haben, auch in der Küche. Sie haben uns gleich erkannt und das Getuschel auf Schwedisch ging los. Dann wurde ich auf Englisch gefragt, ob ich denn probieren wollen würde. Sie haben ein Stück Elchfleisch. Das würde auch gut zu dem Kartoffelgratin passen, das wir sowiso gekauft hatten.

Im Gespräch haben wir dann raus gefunden, den Elch haben sie selbst geschossen und zubereitet, das Fleisch kommt zwölf Stunden in den Ofen, danach wird es in Wasser mit Salz, etwas Zucker und Gewürzen eingelegt. Man isst es kalt.

Die Schweden, wie sich auch herausgestellt hatte, feiern einen Uniabschluss und haben sich dazu auf dem Campingplatz getroffen.

Wir aßen also Elch, Kartoffelgratin und die Würstchen, die wir noch gekauft hatten, aber ihre Bedeutung eigentlich verloren hatten.

Der Elch war übrigens sehr sehr gut.


Kommentare

1 Kommentar

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Oma und Opa

Bei dieser Verpflegung bekommt man doch gleich Appetit.

Hoffentlich habt ihr es zeitlich geschafft und seid nun entspannt mit der Bahn unterwegs. LG aus Fellbach.

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