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Heute Morgen haben wir uns erstmal ordentlich Zeit gelassen. Haben uns fertig gemacht, in unserer geliebten „Fernsehhütte“ in der wir die letzten Tage auch gesessen hatten unsere Geräte nochmal geladen,


die Wäsche abgehängt, es war alles trocken
und schlussendlich das Zelt abgebaut. Wir hatten uns so viel Zeit gelassen, dass es nur noch eine Stunde bis zur Zugfahrt war. Der nächste Punkt der Tagesordnung war dann unser Frühstück.
Wir sind in ein Kaffee, wie gestern auch. Haben beide eine Heiße Schokolade getrunken, etwas „Gescheites“ gegessen und einen Nachtisch dazu.
Die Fahrräder haben wir draußen stehen lassen, denn die Schweden sind sehr ehrlich. Hier wird scheinbar sehr wenig geklaut. Uns ist noch nichts abhanden gekommen.



Im Kaffee haben wir uns dann sehr beeilt um noch pünktlich zu unserem Zug zu kommen.
Nur um dann am Bahngleis fest zu stellen, dass unser Zug 10 Minuten Verspätung hat. Wir haben uns wie Zuhause gefühlt.
Im Zug war die Fahrradtransport-Situation ein wenig spannend. Denn auf den Fahrradplätzen saßen Leute. Wir haben uns also einfach in den Gang gestellt, wo natürlich dann niemand mehr durchkommen konnte.
Der Zug fuhr los.
Wenig später stand da auch schon die Fahrkartenkontrolle, die zum einen unsere Fahrkarten kontrollieren und zum anderen durch eben diesen Gang wollte.
Wir haben also die Fahrräder aus dem Gang heraus und in Richtung Türbereich gerollt und das Ticket vorgezeigt.
Das Ticket hatten wir übrigens auf dem Handy. Allgemein kann man Tickets scheinbar nur online oder im Zug kaufen. Am Bahnhof gab es weder einen Schalter, noch einen Automaten.
Die Kontrolleurin meinte dann, sie schaue mal wegen dem Platz für die Räder. Wenig später kam sie zurück, meinte die nächste Station würden die einen aussteigen, die anderen dann den Platz tauschen und wir könnten die Räder dann dort hinstellen. Genau so kam es dann auch.
Wir haben unsere Fahrräder zur Hälfte abgepackt und dann aufgehängt bzw platziert. Uns etwas kritisch einen Platz gesucht, aber am Ende hat alles gehalten.

Nun sind wir nach der ersten Zugfahrt in Umeå, einer großen Stadt. Hier bleiben wir zwei Nächte und fahren am Sonntag mit dem Zug das letzte Stück, soweit wie uns diese eine Bahngesellschaft eben bringen kann.
Denn trotz Einreiben und Pause sind die Schmerzen noch nicht gänzlich weg. Besser ja, aber weg eben nicht. Wir wollen kein Risiko eingehen und haben somit unsere Tageskilometer drastisch zusammengestrichen.
Der einzige Nachteil: Wir bleiben jetzt ausgerechnet auf dem mit Abstand teuersten Campingplatz unserer gesamten bisherigen Reise. So teuer, dass selbst der Mann hinter der Rezeption meinte, dass er es eigentlich zu teuer findet. Über 30 Euro kostet die Nacht für unser Zelt.
Und das nur, weil hier ein Festival stattfindet, genau dieses Wochenende. Hoffen wir, dass die Musik den Schlaf nicht stört.